EY: Zucmans vorgeschlagene Vermögenssteuer würde weltweit 2 Millionen Arbeitsplätze vernichten
Eine Vermögenssteuer führt zu einem Rückgang der Produktivität, einem Rückgang der Arbeitseinkommen und einem Rückgang der Arbeitsplätze.

In Juni 2026 veröffentlichte EY im Auftrag von der Tholos Foundation und Americans for Tax Reform einen neuen Bericht. Darin wird ein Vorschlag für eine koordinierte Vermögenssteuer für ultrareiche Privatpersonen bewertet.
Der Vorschlag sieht vor, dass Personen mit einem Nettovermögen von über einer Milliarde Dollar jährlich mindestens 2 % ihres Vermögens an Einkommen- und Vermögenssteuern zahlen müssen.
Der Bericht schätzt, dass der durchschnittliche effektive Steuersatz auf das Vermögen von Milliardären derzeit bei rund 0,5 % liegt. Laut dem Vorschlag würde dieser Satz in einem Szenario mit geringem Steuerbetrug auf etwa 1,8 % steigen, vorausgesetzt, dass 10 % der potenziellen Steuerbasis durch Betrug oder Nichteinhaltung der Steuervorschriften verloren gehen.
EY schätzt, dass diese Steuer die Kapitalkosten erhöhen und die Rendite nach Steuern verringern würde. Ihr Modell prognostiziert, dass dieser Investitionsrückgang schrittweise zu einem Rückgang des Kapitalstocks, einem Produktivitätsrückgang, sinkenden Arbeitseinkommen und einem Abbau von Arbeitsplätzen führen würde.
Der Bericht legt nahe, dass im Vergleich zu einem Basisszenario Folgendes gilt:
- Das globale BIP wird Prognosen zufolge in den ersten zehn Jahren durchschnittlich um 80 Milliarden US-Dollar pro Jahr sinken.
- Es wird erwartet, dass die weltweite Beschäftigung in den ersten zehn Jahren um durchschnittlich 2 Millionen Arbeitsplätze zurückgehen wird.
- Es wird erwartet, dass das globale Arbeitseinkommen in den ersten zehn Jahren um durchschnittlich 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr sinken wird.
Der Bericht wirft auch wichtige administrative Fragen auf.
Im Gegensatz zu Einkommen ist Vermögen oft schwer zu erfassen und zu liquidieren. Börsennotierte Aktien können regelmäßig bewertet werden, doch private Unternehmen, Immobilien, Personengesellschaften und andere Vermögenswerte erfordern periodische Gutachten. Der Vorschlag hängt daher von Bewertungsregeln, Informationsaustausch, Eigentumserklärungen und der Rechtsdurchsetzung in den verschiedenen Rechtsordnungen ab.